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hinzugefügt am 23.07.2017:
Jugendfahrt nach Ostpolen
"Vom Osten - nach Osten" unter diesem Motto startete unsere Jugendfahrt in der zweiten Sommerferienwoche.
Wir, die Jugendlichen aus dem Holzland und aus Gera, machten uns gemeinsam mit unserem Kaplan Dariusz Frydrych auf in seine Heimat nach Ostpolen.
Gespannt auf all das, was uns dort erwarten würde, fuhren wir fast 1000 km gen Osten.
Bereits am ersten Abend, den wir bei seiner ersten Kaplanstelle und einem Freund von Kaplan verbrachten, konnten wir die herzliche und großzügige polnische Gastfreundschaft erfahren.
Aber schon am nächsten Morgen ging es weiter nach "Ptasia Osada" - Vogelsiedlung - unserem eigentlichen Reiseziel.
Einen sehr interessanten Zwischenstopp machten wir in Drohiczyn. Dort studierte unser Kaplan nicht nur, sondern er arbeitete dort auch noch lange Zeit beim Bischof. So konnte er uns sehr viel Interessantes über sein Bistum, seine Arbeit, aber auch über das Leben der Menschen dort erzählen. Nicht nur im Museum, in welchem ein Papstthron von Johannes Paul II von einer seiner Polenreisen steht, sondern auch in den Kirchen vor Ort konnten wir auf Spuren seiner Arbeit treffen. Außerdem stellten wir fest, dass fast jeder von uns Wurzeln im heutigen Polen hat.
Endlich in unserer Unterkunft angekommen, erfuhren wir das erste Mal auf dieser Reise die Nähe zur ursprünglichen Natur, denn wir wohnten am Fluss Narew inmitten des Vogelschutzgebietes umgeben von Wald. So konnten wir auch am nächsten Tag die Unberührtheit der Natur im Bialowieza-Nationalpark spüren. Dort im polnisch-weißrussischem Urwald leben Wisente, Elche und Wölfe, außerdem sind jede Menge seltener VÖgel zu beobachten. Die anderen Tage verbrachten wir an weiteren sehr interessanten Orten:
Bialystok, dort befindet sich die wohl größte Sakristei der Welt. Denn als der russische Zar den Bau von Kirchen verbot, bauten die Polen einfach eine große "Sakristei", um ein Gotteshaus zu haben.
Ciechanowiec - hier besuchten wir ein landwirtschaftliches Museum, in dem sehr viel über die geschichtliche Entwicklung zu erfahren war und welches eine der größten Ostereiersammlungen beherbergt. Auch hier erfuhren wir wieder einmal die großzügige Gastfreundlichkeit der Polen. Unser Museumsführer, der Einzige, der es in deutscher Sprache konnte, kam extra für uns aus dem Urlaub.
Im Botanischen Garten von Ziolowy Zakatek sahen wir neben einer wunderschönen, alten Holzkirche auch so manche Nutz- und Heilpflanze.
Bielsk Podlaski - die Heimatstadt von Kaplan. Hier besuchten wir nicht nur den Sonntagsgottesdienst, in dem unsere Ministranten wieder einmal mit ministrieren durften, sondern wir waren auch zum Kaffee bei ihm zu Hause eingeladen. Auch hier waren wir als ganze Truppe herzlichst willkommen und wurden mit allerlei polnischen Süßigkeiten verwöhnt.
Leider war die wunderschöne Zeit viel zu schnell vorbei und so mussten wir nach 10 Tagen die Rückreise antreten.
Noch einmal verabschiedeten wir uns von lieb gewonnenen Menschen, von der Natur, den vielen Störchen, die uns ein Stück weit begleiteten und den vielen ruhigen und besinnlichen Eindrücken, die unseren gemeinsamen Urlaub entschleunigt haben. Gesund und munter kehrten wir nach Hause zurück.
Wir möchten uns ganz herzlich bei Kaplan Dariusz bedanken, der uns bei dieser Reise nicht nur seine Heimat, sondern auch die Offenheit und Moderne des Landes und der Kirche gezeigt hat.

...von Johannes Schubert